Als Licht ins Dunkel e.V., der sich seit vielen Jahren mit künstlerischen Mitteln der Aufklärung und Auseinandersetzung rund um den NSU-Komplex widmet, begrüßen wir die politische Bereitschaft sowie den partei- und fraktionsübergreifenden Zusammenschluss in der Hamburger Bürgerschaft für die Unterstützung eines Gedenktages ausdrücklich.
Zugleich halten wir es für essentiell, den direkten Austausch und eine enge Abstimmung mit der Familie Taşköprü sicherzustellen. Nach unserem aktuellen Kenntnisstand besteht seitens der Familie kein Wunsch nach einer politisch unterstützten Gedenkveranstaltung anlässlich des 25. Todestages von Süleyman Taşköprü. Vor diesem Hintergrund sehen wir uns nicht weiterhin in der Rolle, eine Gedenkveranstaltung 2026 zu tragen oder umzusetzen.
Unabhängig davon setzen wir unsere Arbeit fort: Wir engagieren uns weiterhin für eine kritische, öffentliche und diskursive Auseinandersetzung mit den offenen Fragen im Kontext des NSU-Komplexes und rassistischer Gewalt. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, Räume für Dialog zu schaffen und Gespräche zwischen Betroffenen rechter Gewalt, Zivilgesellschaft, kulturellen- und staatlichen Institutionen zu ermöglichen und zu begleiten.
Das dezentrale und interdisziplinäre Theaterprojekt Kein Schlussstrich! thematisiert künstlerisch die Taten und Hintergründe des NSU. Mit dem Vorhaben sollen die Perspektiven der Familien der Opfer und der (post-) migrantischen Communities in den Fokus der Öffentlichkeit gebracht werden.
Träger des Projekts Kein Schlussstrich! ist der im September 2020 gegründete Verein Licht ins Dunkel e.V. Mitwirkende Institutionen sind: ASA-FF e.V. in Chemnitz, Die Theater Chemnitz, Dietrich-Keuning-Haus Dortmund (in Trägerschaft der Kulturbetriebe der Stadt Dortmund), Landestheater Eisenach / Meininger Staatstheater, Kampnagel Hamburg, Theater Heilbronn, JenaKultur, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena (in Trägerschaft der Amadeu Antonio Stiftung), Theaterhaus Jena, Staatstheater Kassel, Schauspiel Köln, Münchner Kammerspiele und Real München e.V., Staatstheater Nürnberg, Theater Plauen-Zwickau, Volkstheater Rostock, Theater Rudolstadt, Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar.
Kein Schlussstrich! entsteht in engem Austausch mit den ACAHVA Festspielen, Thüringen, dem Maxim Gorki Theater, Berlin, dem Anhaltischen Theater Dessau, dem Staatstheater Hannover, den Kasseler Musiktagen, Desi Nürnberg, dem Kunstfest Weimar und dem Residenztheater München / Bayerisches Staatsschauspiel.
Kein Schlussstrich! wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, die Bundeszentrale für politische Bildung, die Innovationsförderung der Stadt Jena, die Staatskanzlei Thüringen, das Kulturreferat der Stadt München, den Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg, die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Ernst-Abbe-Stiftung, die GLS Treuhand Dachstiftung für Individuelles Schenken, die Landeszentrale für politische Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stadt Kassel, die Impulsregion Erfurt Weimar Jena, die Initiative „The Power of the Arts“ der Philip Morris GmbH, die Rudolf Augstein Stiftung, die Carl Zeiss AG, das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, die Amadeu Antonio Stiftung, die Stadt Köln sowie die mitwirkenden Theater und Institutionen als Träger des Projekts.