„Blick in die Schatten – Verdrängte Realität rassistischen Terrors in Deutschland“ ist eine interaktive Virtual-Reality-Experience, die sich mit den gesellschaftlichen Dimensionen rassistischer und rechtsterroristischer Gewalt in Deutschland am Beispiel des NSU-Komplexes auseinandersetzt. Im Zentrum steht ein erfahrungsbasierter Zugang, der Nutzer*innen durch Interaktionen emotional einbindet, Perspektiven verschiebt und zur kritischen Reflexion anregt.
In einer modular aufgebauten virtuellen Umgebung nehmen die Teilnehmenden unterschiedliche Rollen ein und bewegen sich durch atmosphärisch gestaltete Räume. Dabei begegnen sie zentralen Aspekten des NSU-Komplexes: von stereotypisiernden medialen Darstellungen über institutionelles Versagen bis hin zu den Stimmen der Betroffenen. Ziel ist es, Empathie zu fördern, ein Bewusstsein für strukturellen und institutionellen Rassismus zu schaffen und zum aktiven Nachdenken über gesellschaftliche Verantwortung anzuregen.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Perspektiven von Angehörigen und Überlebenden, deren Stimmen im öffentlichen Diskurs lange marginalisiert wurden. Die Experience lädt dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und sich mit ihren Erfahrungen, Forderungen und Erinnerungen auseinanderzusetzen.
Als Social-VR-Anwendung ermöglicht das Projekt nicht nur individuelles Erleben, sondern auch Austausch und gemeinsame Reflexion. „Blick in die Schatten“ versteht sich als Beitrag zu einer aktiven, digitalen Erinnerungskultur und richtet sich insbesondere an junge Menschen, Bildungsakteur*innen sowie an alle, die sich mit Rassismus, Erinnerung und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzen möchten.
Das Projekt ist ein Partnerprojekt der Hochschule Magdeburg-Stendal am Institut für demokratische Kultur unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Quent (https://idk-lsa.de/) und “Kein Schlussstrich!”.
Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des Förderprogramms “DATIpilot”.
Die VR-Experience kann für Veranstaltungen, Bildungsformate oder thematische Events gebucht werden. Die Durchführung wird von einem erfahrenen Team begleitet.
Bei Interesse an einer Buchung oder für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail: leyla.erkus@kein-schlussstrich.de
Mitwirkende
Leyla Erkuş, Sara Lisa Vogl, Alina Mönig, Lenn Blaschke, Nica Junker Ph.D., Prof. Dr. Matthias Quent