Gemeinsam entwerfen und bauen Jugendliche ihr eigenes Eisenach. Unterstützt werden sie dabei von Szenografin Ursula Bergmann, Theaterpädagogin Janina Laßmann und Regisseurin Esther Jurkiewicz. Im Zeitraum von fünf Tagen sind junge Leute (ab 12 Jahre) aus der Wartburg-Region dazu eingeladen, ihre Wünsche und Forderungen mit Hilfe der künstlerischen Begleitung plastisch umzusetzen. Der gesamte Prozess ist ein Begegnungsort, an dem unterschiedlichste Menschen mit ihren eigenen Ideen und ihrer eigenen Gedankenwelt zusammenkommen und ihre Geschichten in eine entstehende Stadtgesellschaft einfließen zu lassen. Die Ergebnisse werden während der Vorstellungen, die im Rahmen von Kein Schlussstrich! stattfinden, im Landestheater ausgestellt und durch eine audiovisuelle Führung erfahrbar.
Anmeldung theaterpädagogik@landestheatereisenach.de
Zum 5. Jahrestag des Attentats am Olympiaeinkaufzentrum haben sich Schüler:innen aus fünf Münchner Schulen, unterstützt von Künstler: nnen mit dem Attentat, mit Diskriminierung, Rassismus und rechter Gewalt mit künstlerischen Mitteln auseinandergesetzt. Die Ergebnisse wurden am 22. Juli 2021 auf der offiziellen Gedenkveranstaltung und in der Freizeitstätte boomerang
gezeigt. Sowohl die Arbeitsprozesse an den Schulen als auch die Ergebnisse wurden filmisch begleitet und in einer Doku zusammengefasst.
Tuncay Acar, Vorstandsvorsitzender des Real München e.V. und Harald Wolff, Dramaturg der Münchner Kammerspiele laden gezielt Gesprächspartner*innen in den Habibi Kiosk der Kammerspiele ein, um sich mit ihnen darüber auszutauschen. Die Gespräche finden immer zu zweit statt, werden aber über Lautsprecher nach Außen auf die Maximilianstrasse übertragen. Neben den eingeladenen Gästen können sich auch Passant*innen spontan als Gesprächspartner*in anmelden.
Was ist der Stand des Diskurses und der Praxis in Deutschland? Wo stehen wir im globalen und europäischen Kontext? Was sind die Perspektiven, die sich aktuell aufzeigen lassen?
Chrisa Lazariotou und Bora Yildiz spielen mit Mitgliedern der Münchner Bands Eskises und Reboublika Lieder aus dem Mittelmeerraum und dem Balkan in verschiedenen
Sprachen.
Klavierkonzert mit der Münchner Pianistin und
Komponistin
In Deutschland werden jährlich zahlreiche Menschen Opfer rassistischer Gewalttaten. Doch oft stehen unmittelbar nach den Anschlägen die Täter im Fokus. Diesen Fokus lenkt der Fotograf Jasper Kettner in Kooperation mit Ibrahim Arslan auf die Hinterbliebenen der Opfer rassistischer Gewalttaten um und trägt dazu bei, dass wir ihre Gesichter kennen.
Das Ausstellungsprojekt Die Angehörigen porträtiert Menschen, die mit dem Verlust ihrer Familienmitglieder oder Freund:innen durch rassistische Gewalt leben und durch die mangelnde Aufklärung dieser Morde durch den Staat oft allein gelassen werden.
Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung findet ein Künstlergespräch statt. Die Ausstellung wird während des gesamten Aktionszeitraums zu sehen sein.
Zehn Menschen hat der NSU ermordet – ihre Namen können die meisten Deutschen noch nicht einmal korrekt aussprechen. Deshalb lädt Ülkü Süngün Passant:innen an der Kröpcke-Uhr zu einem performativen Sprachkurs ein – an dem Ort, wo sich der NSU mit Unterstützern aus Hannover getroffen hat. Im Akt des repetitiven Aussprechens der zehn Namen klingen Erinnerung und Anerkennung nach, es entsteht ein temporäres Mahnmal für Theodoros Boulgarides, Michèle Kiesewetter, Habil Kılıç, Mehmet Kubaşık, Abdurrahim Özüdoğru, Enver Şimşek, Süleyman Taşköprü, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar und Halit Yozgat.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Universen unter der künstlerischen Leitung von Murat Dikenci am Schauspiel Hannover statt.
Erstmals Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte Ebow durch Guerilla-Auftritte in Waschsalons, Supermärkten oder der Straßenbahn. Heute tritt die in Wien und Berlin lebende und arbeitende Künstlerin zwar auf konventionelleren Bühnen auf, ihre Message aber bleibt provokant und politisch. Solo, aber auch als Mitglied der Gaddafi Gals, rappt sie u.a. gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie, für eine offene, solidarische und gleichgestellte Gesellschaft. 2013 erschien ihr Debütalbum Ebow auf Disko B. Der Nachfolger Komplexität war im November 2017 ihr erstes Album auf Problembär Records und sollte inhaltlich und musikalisch der Diversität unserer Gesellschaft Rechnung tragen. Ihr neues Album K4L widmet sich hingegen den Gemeinsamkeiten und jenen Dingen, die uns alle verbinden.
Das Konzert findet im Rahmen der Reihe Universen unter der künstlerischen Leitung von Murat Dikenci am Schauspiel Hannover statt.